Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

World of Warcraft Comic, Bd. 2: Aschenbringer


Statistiken
  • 2022 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Buchreihe
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Frank Drehmel

Aschenbringer „Aschenbringer“ ist eine der legendären Waffen Azeroths, von denen die meisten „World of Warcraft“-Spieler zumindest schon einmal gehört haben (sollten). Das vorliegende Tradepaperback erzählt die Geschichte jenes verdammten Schwertes und seiner ersten Träger. Im zweiten Krieg gegen die Horden der Orks erringt Hochlord Alexandros Mograine ein magisches Artefakt, einen Kristall von so bösartiger Ausstrahlung, dass in dessen Gegenwart die Heilerfähigkeiten des Paladins versagen. Nach der Vertreibung der Grünhäute beginnt ein kurze Zeit des Friedens, in der Mograine seinen beiden heranwachsenden Söhnen – Darion und Renault - sowohl Vater sein, als auch die verstobene Mutter ersetzen muss. Der Frieden endet als die Geißel beginnt, die östlichen Länder um die Städte Straholme, Herdweiler und Tyrs Hand zu überrennen. Alexandros zieht erneut in den Krieg, jedoch nicht, ohne zuvor vom Hochkönig der Zwerge, Magni Bronzebart, den verderbten Kristall in eine mächtige Klinge einschmieden zu lassen, um damit die Horden der Untoten in nichts als Asche zu verwandeln. Auch wenn die Zahl der Feinde, die dem Schwert zum Opfer fallen, Legion ist, so ist es nicht Alexandros Schicksal aufrecht im Kampf zu sterben. Er fällt vielmehr dem Verrat eines seiner Söhne zum Opfer, welcher seinerseits indirekt durch den Dämon Balnazzar manipuliert wird. Während Alexandros Morgaine von Kel'Thuzad in einen Todesritter verwandelt wird, steigt der Vatermörder zu einem der Führer des korrumpierten Scharlachroten Kreuzzugs auf. Derweil organisiert der zweite Sohn unter dem Banner des neu gegründeten Ordens der Argentumdämmerung, in dessen Reihen nicht nur Gefolgsleute der Allianz, sondern sämtliche dem Licht folgenden Wesen – seien es Trolle oder Orks – ein Platz haben, den Widerstand gegen die Geißel und stellt sich im verfluchten Naxxramas seinem untoten Vater. Obgleich ich bekennender WoW-Fan und -Spieler bin, habe ich bisher um die Comics auf Grund böser Vorahnungen und einiger Coverbilder einen weiten Bogen gemacht. Sollten die Künstler weiterhin Lullabi und Washington heißen, wird der Bogen in Zukunft noch ein ganzes Stück größer sein. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten fünf Jahren ein nervtötenderes Artwork gesehen zu haben: uneinheitlich, unübersichtlich, hektisch, aggressiv, grell und überzeichnend sowohl im Strich als auch in der Koloration. Ein Teil der Unzulänglichkeiten – z.B. die aggressiven Posen und die permanent weit aufgerissenen Münder der Figuren - mag auf Lullabis künstlerische Nähe zur Anime- und Manga-Kultur zurückzuführen sein, aber das erklärt das Versagen nicht wirklich, denn bei allem unterschwelligen Machismo und aller Aggressivität zeichnen sich die meisten Shonen-Mangas wenigstens durch eines aus: Coolness! Und die geht Lullabis verzerrten Gestalten vollkommen ab. Die Geschichte selbst ist ähnlich unerfreulich wie das Artwork, da sie sprunghaft von Ort zu Ort und Zeit zu Zeit eilt, ein Masse von Figuren aufmarschieren lässt und damit für Leser ohne genaue Vorstellungen der Warcraft-Geografie sowie der Dramatis personae schlichtweg unverständlich bleibt. Und selbst Kennern der Materie wird das hektische Aneinanderreihen bekannter Namen wenig Freude bereiten, da der Story das fehlt, was WoW so faszinierend macht: die Atmosphäre und die epische Tiefe der einstigen Questreihe, auf der das Comic basiert. Fazit: Der hektische Erzählrhythmus und das aggressive, mangahafte, grelle Artwork lassen das epische Potenzial der Aschenbringer-Geschichte allenfalls erahnen. Ein Comic-Ausflug in die WoW-Welt, den man sich ersparen sollte.

„Aschenbringer“ ist eine der legendären Waffen Azeroths, von denen die meisten „World of Warcraft“-Spieler zumindest schon einmal gehört haben (sollten). Das vorliegende Tradepaperback erzählt die Geschichte jenes verdammten Schwertes und seiner ersten Träger.

weitere Rezensionen von Frank Drehmel

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
18.02.2018
4
18.02.2018
5
18.02.2018

Im zweiten Krieg gegen die Horden der Orks erringt Hochlord Alexandros Mograine ein magisches Artefakt, einen Kristall von so bösartiger Ausstrahlung, dass in dessen Gegenwart die Heilerfähigkeiten des Paladins versagen.

Nach der Vertreibung der Grünhäute beginnt ein kurze Zeit des Friedens, in der Mograine seinen beiden heranwachsenden Söhnen – Darion und Renault - sowohl Vater sein, als auch die verstobene Mutter ersetzen muss.

Der Frieden endet als die Geißel beginnt, die östlichen Länder um die Städte Straholme, Herdweiler und Tyrs Hand zu überrennen. Alexandros zieht erneut in den Krieg, jedoch nicht, ohne zuvor vom Hochkönig der Zwerge, Magni Bronzebart, den verderbten Kristall in eine mächtige Klinge einschmieden zu lassen, um damit die Horden der Untoten in nichts als Asche zu verwandeln.

Auch wenn die Zahl der Feinde, die dem Schwert zum Opfer fallen, Legion ist, so ist es nicht Alexandros Schicksal aufrecht im Kampf zu sterben. Er fällt vielmehr dem Verrat eines seiner Söhne zum Opfer, welcher seinerseits indirekt durch den Dämon Balnazzar manipuliert wird. Während Alexandros Morgaine von Kel'Thuzad in einen Todesritter verwandelt wird, steigt der Vatermörder zu einem der Führer des korrumpierten Scharlachroten Kreuzzugs auf.

Derweil organisiert der zweite Sohn unter dem Banner des neu gegründeten Ordens der Argentumdämmerung, in dessen Reihen nicht nur Gefolgsleute der Allianz, sondern sämtliche dem Licht folgenden Wesen – seien es Trolle oder Orks – ein Platz haben, den Widerstand gegen die Geißel und stellt sich im verfluchten Naxxramas seinem untoten Vater.

Obgleich ich bekennender WoW-Fan und -Spieler bin, habe ich bisher um die Comics auf Grund böser Vorahnungen und einiger Coverbilder einen weiten Bogen gemacht. Sollten die Künstler weiterhin Lullabi und Washington heißen, wird der Bogen in Zukunft noch ein ganzes Stück größer sein.

Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten fünf Jahren ein nervtötenderes Artwork gesehen zu haben: uneinheitlich, unübersichtlich, hektisch, aggressiv, grell und überzeichnend sowohl im Strich als auch in der Koloration. Ein Teil der Unzulänglichkeiten – z.B. die aggressiven Posen und die permanent weit aufgerissenen Münder der Figuren - mag auf Lullabis künstlerische Nähe zur Anime- und Manga-Kultur zurückzuführen sein, aber das erklärt das Versagen nicht wirklich, denn bei allem unterschwelligen Machismo und aller Aggressivität zeichnen sich die meisten Shonen-Mangas wenigstens durch eines aus: Coolness! Und die geht Lullabis verzerrten Gestalten vollkommen ab.

Die Geschichte selbst ist ähnlich unerfreulich wie das Artwork, da sie sprunghaft von Ort zu Ort und Zeit zu Zeit eilt, ein Masse von Figuren aufmarschieren lässt und damit für Leser ohne genaue Vorstellungen der Warcraft-Geografie sowie der Dramatis personae schlichtweg unverständlich bleibt.

Und selbst Kennern der Materie wird das hektische Aneinanderreihen bekannter Namen wenig Freude bereiten, da der Story das fehlt, was WoW so faszinierend macht: die Atmosphäre und die epische Tiefe der einstigen Questreihe, auf der das Comic basiert.

Fazit: Der hektische Erzählrhythmus und das aggressive, mangahafte, grelle Artwork lassen das epische Potenzial der Aschenbringer-Geschichte allenfalls erahnen. Ein Comic-Ausflug in die WoW-Welt, den man sich ersparen sollte.

geschrieben am 01.06.2009 | 515 Wörter | 3139 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen