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Gartendesign – Die große Enzyklopädie


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Rezension von

Adrian Witt

Gartendesign – Die große Enzyklopädie Ein eigener Garten ist der Traum vieler Menschen. Doch anstatt die Gestaltung des Gartens selbst zu übernehmen, wird diese immer häufiger erfahrenen Designern und Landschaftsgärtnern überlassen. Dabei geht es längst nicht mehr darum eine grüne Fläche einzuzäunen und mit kurzlebigen Pflanzen einen Sommer zu überstehen, sondern in der Gesamtheit eine individuell gestaltete Wohlfühloase zu schaffen, die die Zeit überdauert. Ähnlich wie bereits am Beispiel der imposanten Schlossgärten der Renaissance oder den japanischen Zengärten ersichtlich, haben Gärten kulturübergreifend nicht nur in vorangegangenen Jahrhunderten einen Rückzugsort für viele Menschen dargestellt, sondern bieten gerade in der von Stress geprägten Welt der Moderne Menschen jeden Alters einen Raum der Erholung. Doch auch wenn die Nutzung des Gartens von Land und Region durchaus variieren kann, ist es vor allem die von ihm ausgehende Ruhe, die den Garten zu einem ganz besonderen Ort werden lässt. Im Vergleich zu dem, was noch in den letzten Jahrzehnten – durch den Schrebergarten verkörpert – unter Gartengestaltung verstanden wurde, ist die moderne Gartengestaltung allerdings vielschichtiger geworden, wobei der individuellen Umsetzung kaum Grenzen gesetzt sind. Das gilt vor allem dann, wenn es sich nicht um eine Parzelle im Kleingartenverein handelt, sondern um ein modernes Anwesen, was mit seiner Außengestaltung passend in Szene gesetzt werden soll. Doch obwohl häufig davon gesprochen wird, dass die Deutschen ihren Garten lieben, überwiegt vielerorts ein Gefühl der Einfallslosigkeit und Tristesse, wenn man sich die vielen Steingarten und im Sinne der Biodiversität fast schon lebensfeindlichen Vorstadtgärten vor Augen führt, die einem auf dem Weg durch die endlos wirkenden Neubauviertel begegnen. Neben dem zeitlichen Aufwand, um die Gartenpflege auf ein erträgliches Minimum zu reduzieren und der Unwissenheit vieler Menschen, den Do-it-yourself-Prozess erfolgreich in Bewegung zu setzen, dürfte als Grund für diesen traurigen Zustand vor allem aber der Kostenfaktor auszumachen sein. Doch auch wenn die Gartengestaltung nicht völlig ohne den Einsatz finanzieller Mittel in Angriff genommen werden kann, muss man nicht zwangsläufig auf die fachkundige Expertise von Designern und Landschaftsgärtnern zurückgreifen, um den eigenen Garten individuell zu Gestalten. Häufig reicht hierfür bereits eine Recherche im Internet aus, um auf brauchbare Ideen zu stoßen, wenngleich dieser Weg die reelle Gefahr mit sich bringt, sich unter den vielen Suchergebnissen zu verirren. Oder aber man greift auf eine fachkundige Literatur zu diesem Thema zurück, um sich mit ihrer Hilfe inspirieren zu lassen. Für diejenigen, die die Gestaltung ihres Gartens in die eigenen Hände nehmen wollen oder lediglich auf der Suche nach neuen Ideen für die Gartengestaltung sind, bietet sich u.a. die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Publikation „Gartendesign – Die große Enzyklopädie“ der renommierten Royal Horticultural Society, der weltweit bedeutendsten Gartenbaugesellschaft, an. In dieser hat der Herausgeber Chris Young, der zugleich als Landschaftsarchitekt, leitender Redakteur der britischen Royal Horticultural Society (HRS) und als Herausgeber der HRS-Mitgliederzeitschrift „The Garden“ tätig ist, unter der Mitwirkung der Autoren Andi Cleverly (TV-Moderator und Bestsellerautor), Jenny Hendy (Botanikerin und Gartendesignerin), Richard Sneesby (Dozent für Landschafts- und Gartenarchitektur), Paul Williams (Gartenbauer) und Andrew Wilson (Landschaftsarchitekt und Gartendesigner) eine beeindruckende Publikation über das Thema Gartendesign konzipiert, mit der sich nicht nur das durchaus komplexe Themengebiet in all ihrer Vielfalt erschließen lässt, sondern zugleich auch eine Fülle an inspirierenden Ideen offenbart, deren Umsetzung in der Praxis mehrheitlich unkompliziert erscheinen. Gegliedert in vier Kapitel, die sich inhaltlich den Grundlagen, den Stilfragen, dem Anlegen eines Gartens sowie einem ergänzenden Pflanzen- und Materialführer widmen, hilft die 392 Seiten umfassende Enzyklopädie den Lesern bei allen Entscheidungen rund um die Gartenplanung: Von der Erfassung des zur Verfügung stehenden Raums und der Wahl des Stils über die Erstellung von Planskizzen und der Ausgestaltung des Gartens im Detail unter Einbeziehung der Auswahl von Materialien und Pflanzen. Ergänzt von mehr als 1.500 Grafiken und Farbfotografien, die die einzelnen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Arbeitstechniken auch visuell erfassen und gleichzeitig eine Fülle von Gestaltungselementen und Ideen zur praktischen Umsetzung aufzeigen, haben auch ungeübte Hobby-Gärtner die Möglichkeit, ihre eigene Vorstellung vom perfekten Gartendesign fachmännisch umzusetzen. Hierzu gehört neben Ausführungen zu den verschiedenen Pflanztechniken und Bauwerken im Garten vor allem die Vorstellung unterschiedlicher Gartenstile, wie etwa Cottage-Gärten, mediterran geprägte Gärten, Küchen- und Familiengärten oder auch urbane Gärten des Großstadtdschungels. Vervollständigt wird dies von einem umfangreichen Pflanzen- und Materialführer, dem sich eine sehr große Vielfalt verschiedener Pflanzenarten und Materialien zur räumlichen und visuelle Gestaltung entnehmen lassen sowie eine Auflistung von nützlichen Adressen von Firmen und Onlineshops, die als Ausgangspunkt für die Suche nach dem passenden Gartendesign dienen können. Obwohl bei der modernen Gartengestaltung häufig der Grundsatz „Weniger ist mehr!“ gilt, sollten sich Hausbesitzer und Gartenfreunde nicht mit der monotonen Einfallslosigkeit zufriedengeben, die sich in vielen Gärten vorfinden lässt. Schließlich gilt der eigene Garten als Rückzugsort, um aus ihm neue Kraft zu schöpfen und sich von den Strapazen des Alltags zu erholen. Wie es auch unerfahrenen Hobby-Gärtnern gelingt, die Gartengestaltung in die eigenen Hände zu nehmen und in Erfahrung zu bringen, welche Möglichkeiten bei der räumlichen und visuellen Gestaltung des Gartens existieren, erfahren interessierte Leser in der bereits 2020 im Dorling Kindersley Verlag erschienenen Publikation „Gartendesign – Die große Enzyklopädie“ der renommierten Royal Horticultural Society. Die für den Verlag typische bildgewaltige Gestaltung überzeugt dabei ebenso, wie die textuelle Aufbereitung des vielschichtigen Themengebiets, deren Detailtiefe für den ein oder anderen Wow-Effekt sorgen dürfte.

Ein eigener Garten ist der Traum vieler Menschen. Doch anstatt die Gestaltung des Gartens selbst zu übernehmen, wird diese immer häufiger erfahrenen Designern und Landschaftsgärtnern überlassen. Dabei geht es längst nicht mehr darum eine grüne Fläche einzuzäunen und mit kurzlebigen Pflanzen einen Sommer zu überstehen, sondern in der Gesamtheit eine individuell gestaltete Wohlfühloase zu schaffen, die die Zeit überdauert.

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Ähnlich wie bereits am Beispiel der imposanten Schlossgärten der Renaissance oder den japanischen Zengärten ersichtlich, haben Gärten kulturübergreifend nicht nur in vorangegangenen Jahrhunderten einen Rückzugsort für viele Menschen dargestellt, sondern bieten gerade in der von Stress geprägten Welt der Moderne Menschen jeden Alters einen Raum der Erholung. Doch auch wenn die Nutzung des Gartens von Land und Region durchaus variieren kann, ist es vor allem die von ihm ausgehende Ruhe, die den Garten zu einem ganz besonderen Ort werden lässt. Im Vergleich zu dem, was noch in den letzten Jahrzehnten – durch den Schrebergarten verkörpert – unter Gartengestaltung verstanden wurde, ist die moderne Gartengestaltung allerdings vielschichtiger geworden, wobei der individuellen Umsetzung kaum Grenzen gesetzt sind. Das gilt vor allem dann, wenn es sich nicht um eine Parzelle im Kleingartenverein handelt, sondern um ein modernes Anwesen, was mit seiner Außengestaltung passend in Szene gesetzt werden soll.

Doch obwohl häufig davon gesprochen wird, dass die Deutschen ihren Garten lieben, überwiegt vielerorts ein Gefühl der Einfallslosigkeit und Tristesse, wenn man sich die vielen Steingarten und im Sinne der Biodiversität fast schon lebensfeindlichen Vorstadtgärten vor Augen führt, die einem auf dem Weg durch die endlos wirkenden Neubauviertel begegnen. Neben dem zeitlichen Aufwand, um die Gartenpflege auf ein erträgliches Minimum zu reduzieren und der Unwissenheit vieler Menschen, den Do-it-yourself-Prozess erfolgreich in Bewegung zu setzen, dürfte als Grund für diesen traurigen Zustand vor allem aber der Kostenfaktor auszumachen sein. Doch auch wenn die Gartengestaltung nicht völlig ohne den Einsatz finanzieller Mittel in Angriff genommen werden kann, muss man nicht zwangsläufig auf die fachkundige Expertise von Designern und Landschaftsgärtnern zurückgreifen, um den eigenen Garten individuell zu Gestalten. Häufig reicht hierfür bereits eine Recherche im Internet aus, um auf brauchbare Ideen zu stoßen, wenngleich dieser Weg die reelle Gefahr mit sich bringt, sich unter den vielen Suchergebnissen zu verirren. Oder aber man greift auf eine fachkundige Literatur zu diesem Thema zurück, um sich mit ihrer Hilfe inspirieren zu lassen. Für diejenigen, die die Gestaltung ihres Gartens in die eigenen Hände nehmen wollen oder lediglich auf der Suche nach neuen Ideen für die Gartengestaltung sind, bietet sich u.a. die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Publikation „Gartendesign – Die große Enzyklopädie“ der renommierten Royal Horticultural Society, der weltweit bedeutendsten Gartenbaugesellschaft, an. In dieser hat der Herausgeber Chris Young, der zugleich als Landschaftsarchitekt, leitender Redakteur der britischen Royal Horticultural Society (HRS) und als Herausgeber der HRS-Mitgliederzeitschrift „The Garden“ tätig ist, unter der Mitwirkung der Autoren Andi Cleverly (TV-Moderator und Bestsellerautor), Jenny Hendy (Botanikerin und Gartendesignerin), Richard Sneesby (Dozent für Landschafts- und Gartenarchitektur), Paul Williams (Gartenbauer) und Andrew Wilson (Landschaftsarchitekt und Gartendesigner) eine beeindruckende Publikation über das Thema Gartendesign konzipiert, mit der sich nicht nur das durchaus komplexe Themengebiet in all ihrer Vielfalt erschließen lässt, sondern zugleich auch eine Fülle an inspirierenden Ideen offenbart, deren Umsetzung in der Praxis mehrheitlich unkompliziert erscheinen. Gegliedert in vier Kapitel, die sich inhaltlich den Grundlagen, den Stilfragen, dem Anlegen eines Gartens sowie einem ergänzenden Pflanzen- und Materialführer widmen, hilft die 392 Seiten umfassende Enzyklopädie den Lesern bei allen Entscheidungen rund um die Gartenplanung: Von der Erfassung des zur Verfügung stehenden Raums und der Wahl des Stils über die Erstellung von Planskizzen und der Ausgestaltung des Gartens im Detail unter Einbeziehung der Auswahl von Materialien und Pflanzen. Ergänzt von mehr als 1.500 Grafiken und Farbfotografien, die die einzelnen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Arbeitstechniken auch visuell erfassen und gleichzeitig eine Fülle von Gestaltungselementen und Ideen zur praktischen Umsetzung aufzeigen, haben auch ungeübte Hobby-Gärtner die Möglichkeit, ihre eigene Vorstellung vom perfekten Gartendesign fachmännisch umzusetzen. Hierzu gehört neben Ausführungen zu den verschiedenen Pflanztechniken und Bauwerken im Garten vor allem die Vorstellung unterschiedlicher Gartenstile, wie etwa Cottage-Gärten, mediterran geprägte Gärten, Küchen- und Familiengärten oder auch urbane Gärten des Großstadtdschungels. Vervollständigt wird dies von einem umfangreichen Pflanzen- und Materialführer, dem sich eine sehr große Vielfalt verschiedener Pflanzenarten und Materialien zur räumlichen und visuelle Gestaltung entnehmen lassen sowie eine Auflistung von nützlichen Adressen von Firmen und Onlineshops, die als Ausgangspunkt für die Suche nach dem passenden Gartendesign dienen können.

Obwohl bei der modernen Gartengestaltung häufig der Grundsatz „Weniger ist mehr!“ gilt, sollten sich Hausbesitzer und Gartenfreunde nicht mit der monotonen Einfallslosigkeit zufriedengeben, die sich in vielen Gärten vorfinden lässt. Schließlich gilt der eigene Garten als Rückzugsort, um aus ihm neue Kraft zu schöpfen und sich von den Strapazen des Alltags zu erholen. Wie es auch unerfahrenen Hobby-Gärtnern gelingt, die Gartengestaltung in die eigenen Hände zu nehmen und in Erfahrung zu bringen, welche Möglichkeiten bei der räumlichen und visuellen Gestaltung des Gartens existieren, erfahren interessierte Leser in der bereits 2020 im Dorling Kindersley Verlag erschienenen Publikation „Gartendesign – Die große Enzyklopädie“ der renommierten Royal Horticultural Society. Die für den Verlag typische bildgewaltige Gestaltung überzeugt dabei ebenso, wie die textuelle Aufbereitung des vielschichtigen Themengebiets, deren Detailtiefe für den ein oder anderen Wow-Effekt sorgen dürfte.

geschrieben am 08.05.2024 | 856 Wörter | 5528 Zeichen

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