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Drifter


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Rezension von

Kilian Kneisel

Drifter Ulrike Sterblich legt ein leichtes und verworrenes Buch vor, das inhaltlich und sprachlich nicht der ganz große Wurf ist. Dennoch vermag es zu überzeugen. Elektrokröte. Wenzel Zahn ist irritiert und fasziniert zugleich, als er eine junge Frau mit dem neuen Buch des Kultautors K:B Drifter ihm gegenüber sitzen sieht. Dabei ist das Buch noch nicht angekündigt. Die Frau entpuppt sich als Vica und sie wird sein Leben gehörig durcheinander würfeln. Aber der Reihe nach. Wobei dies nicht so einfach ist. Der Roman wirft viele Aspekte und Themen auf. Was ist also das Thema des Romans? Marco Killmann – der Killer – und Wenzel Zahn, der Protagonist und Ich-Erzähler. Beide kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Die Freundschaft des erfolgreichen, selbstbewussten Draufgängers mit dem im eigenen Job stagnierenden und frustrierten Mitarbeiter des Community-Teams eines öffentlich-rechtlichen Senders erfährt durch ein surreales und unwahrscheinliches Ereignis einen Wandel. Killer wird bei einem Rennbahnbesuch vom Blitz getroffen und ist danach wie ausgetauscht. Dies stellt die Freundschaft der beiden vor große Herausforderungen. Da nutzt es auch nichts, dass die beiden in ihrer Kindheitsfreundschaft verhaftet geblieben sind und das Handy liebevoll als „Smarti“ bezeichnen. Wenzel trauert seiner Beziehung zu seiner erfolgreicheren Kollegin Gesine nach. Die hat ihn gegen den erfolgreichen Skifahrer Donato Cruzeiro Glauber ausgetauscht, welcher selbst aber durch einen erfolgreicheren Kollegen Gesines ersetzt wird, als DCG – wie Wenzel ihn nennt – nach einem Lawinenunfall seine Karriere an den Nagel gehängt hat. Vica, die Dame von oben. Sie ist ein Internetstar, sie erstellt gehypte Videos, in denen sie Finanztips gibt, ihren Hund tanzen lässt und geheimnisvolle Botschaften übermittelt. Da sie so erfolgreich ist, übernimmt sie kurzerhand den Wohnblock und feiert dort großartige Partys. Wenzel gehört nun dazu, ist auch Teil des exklusiven Onlineforums. Wenn da nicht sein Scheitern in FreeCell wäre. Hier schafft er sein Ziel, die 100% gewonnene Spiele, nicht. Hierfür hat selbstverständlich sein erleuchteter Kumpel Killer einen guten Rat. Es gäbe noch viele Aspekte, die anzusprechen wären: Kässler, Wenzels aufdringlicher Nachbar und seine Machenschaften. Die Mütter Killmann und Zahn mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Liebschaften, die die Handlung vorantreiben. Und und und. Es lässt sich erahnen, dass viele Aspekte angedeutet werden, aber nicht mehr. Sie werden nicht ausdiskutiert und problematisiert. Das muss aber auch nicht sein. Viele Leerstellen können einfach so bestehen bleiben. Ein leichtes Buch für nebenher, bei dem man leicht den Überblick verlieren kann. Bzw. ist es nicht wichtig, ob man alles versteht und mitbekommt. Sprachlich versucht das Buch durch einen eigenen Witz zu überzeugen, wobei dies nicht immer gelingt. Denn nach Killer liegt in diesem Unvollendeten ja die Chance: „Man könnte sogar sagen, die Suche nach Perfektion ist überhaupt der Fehler.“

Ulrike Sterblich legt ein leichtes und verworrenes Buch vor, das inhaltlich und sprachlich nicht der ganz große Wurf ist. Dennoch vermag es zu überzeugen.

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Elektrokröte. Wenzel Zahn ist irritiert und fasziniert zugleich, als er eine junge Frau mit dem neuen Buch des Kultautors K:B Drifter ihm gegenüber sitzen sieht. Dabei ist das Buch noch nicht angekündigt.

Die Frau entpuppt sich als Vica und sie wird sein Leben gehörig durcheinander würfeln. Aber der Reihe nach.

Wobei dies nicht so einfach ist. Der Roman wirft viele Aspekte und Themen auf. Was ist also das Thema des Romans? Marco Killmann – der Killer – und Wenzel Zahn, der Protagonist und Ich-Erzähler. Beide kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Die Freundschaft des erfolgreichen, selbstbewussten Draufgängers mit dem im eigenen Job stagnierenden und frustrierten Mitarbeiter des Community-Teams eines öffentlich-rechtlichen Senders erfährt durch ein surreales und unwahrscheinliches Ereignis einen Wandel. Killer wird bei einem Rennbahnbesuch vom Blitz getroffen und ist danach wie ausgetauscht. Dies stellt die Freundschaft der beiden vor große Herausforderungen. Da nutzt es auch nichts, dass die beiden in ihrer Kindheitsfreundschaft verhaftet geblieben sind und das Handy liebevoll als „Smarti“ bezeichnen.

Wenzel trauert seiner Beziehung zu seiner erfolgreicheren Kollegin Gesine nach. Die hat ihn gegen den erfolgreichen Skifahrer Donato Cruzeiro Glauber ausgetauscht, welcher selbst aber durch einen erfolgreicheren Kollegen Gesines ersetzt wird, als DCG – wie Wenzel ihn nennt – nach einem Lawinenunfall seine Karriere an den Nagel gehängt hat.

Vica, die Dame von oben. Sie ist ein Internetstar, sie erstellt gehypte Videos, in denen sie Finanztips gibt, ihren Hund tanzen lässt und geheimnisvolle Botschaften übermittelt. Da sie so erfolgreich ist, übernimmt sie kurzerhand den Wohnblock und feiert dort großartige Partys. Wenzel gehört nun dazu, ist auch Teil des exklusiven Onlineforums. Wenn da nicht sein Scheitern in FreeCell wäre. Hier schafft er sein Ziel, die 100% gewonnene Spiele, nicht. Hierfür hat selbstverständlich sein erleuchteter Kumpel Killer einen guten Rat.

Es gäbe noch viele Aspekte, die anzusprechen wären: Kässler, Wenzels aufdringlicher Nachbar und seine Machenschaften. Die Mütter Killmann und Zahn mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Liebschaften, die die Handlung vorantreiben. Und und und.

Es lässt sich erahnen, dass viele Aspekte angedeutet werden, aber nicht mehr. Sie werden nicht ausdiskutiert und problematisiert. Das muss aber auch nicht sein. Viele Leerstellen können einfach so bestehen bleiben. Ein leichtes Buch für nebenher, bei dem man leicht den Überblick verlieren kann. Bzw. ist es nicht wichtig, ob man alles versteht und mitbekommt. Sprachlich versucht das Buch durch einen eigenen Witz zu überzeugen, wobei dies nicht immer gelingt.

Denn nach Killer liegt in diesem Unvollendeten ja die Chance: „Man könnte sogar sagen, die Suche nach Perfektion ist überhaupt der Fehler.“

geschrieben am 06.11.2023 | 440 Wörter | 2557 Zeichen

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